Industry Standard Architecture

Aus Lowlevel
(Weitergeleitet von ISA)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Industry Standard Architecture ist aus dem Erweiterungsbus des IBM-PC hervorgegangen und hat die Entwicklung des (IBM-kompatiblen) PCs maßgeblich beeinflusst. Anfangs ein 8 Bit breiter Bus (PC/XT) wurde er später auf 16 Bit (PC/AT) erweitert und rückwirkend in ISA-Bus umbenannt. Obwohl heutzutage nicht mehr in der ursprünglichen Form verbaut, findet er in der Industrie noch vereinzelt Verwendung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichtliches

Der IBM-PC war als offenes System gedacht. Durch die Erweiterungsmöglichkeiten konnte man bestehende Systeme stückweise aufrüsten und war nicht an ein bestimmtes System gebunden. Durch die weite Verbreitung von ISA-Geräten fand er seinen Weg auch in IBM-fremde Systeme (z.B. manche Amigas).

Gegenwart

Seit etwa 2005 wird der ISA-Slot nicht mehr in Desktop-PCs verbaut. Allerdings sind PIC, PIT, Tastatur und Floppy allesamt ISA-Geräte, sodass ISA auch heute noch eine wichtige Rolle spielt. Davon ist der PIC im Chipsatz integriert und der PIT, Tastatur und Floppy in einem zusätzlichen Super-I/O-Chip enthalten welcher über LPC (der Nachfolger des ISA mit sehr wenigen Pins) an den Chipsatz angebunden ist.

Seitdem die CPUs aber den Speicher selber direkt anbinden, verbreiten sich in den PCs zunehmend Single-Chip-Chipsätze (die im wesentlichen die Aufgaben der früheren South-Bridge beinhalten) und üblicherweise auch PIT und Tastatur enthalten (Floppy ist damit komplett weggefallen, womit oft auch der ISA-DMA-Controller verschwunden ist), so dass der LPC eigentlich nur noch für das BIOS-Flash und das optionale TPM benutzt wird.

Plug-and-Play

Die Plug-and-Play-Spezifikation ist dafür gedacht gewesen, den ISA-Bus mit den gleichen Funktionialitäten des PCI-Busses auszustatten. Dazu gehören relozierbare I/O-Ports und geographische Addressierung. Die Relozierung übernimmt dabei das BIOS, weshalb das BIOS auch PnP-fähig sein muss.

Bei der geographischen Addressierung wird jedem Peripheriegerät eine Card Select Number zugewiesen. Diese wird mit der 64-Bit breiten Seriennummer, die jedes PnP-Gerät hat, verknüpft. Dieser Vorgang wird vom ebenfalls vom BIOS übernommen und wird direkt beim Hochfahren des Rechners durchgeführt.

TODO: ISA Plug and Play Specification V1.0a

Extended Industry Standard Architecture

EISA stellt eine zu ISA kompatible 32-Bit-Erweiterung dar. EISA unterstützt den Zugriff durch mehrere CPUs und beherrst Burst-Zugriffe. Im Heimbereich erreichte es keine nennenswerte Bedeutung und spielt für die Entwicklung von Betriebssystemen keine Rolle mehr.

Links

Meine Werkzeuge
In anderen Sprachen